Gurtmaß berechnen
Gurtmaß = längste Seite + 2 × Breite + 2 × Höhe. Diese Formel wird bei deutschen Paketdiensten einheitlich verwendet, wenn Sendungen nach Gurtmaß geprüft werden.
Beispiel: Ein Karton mit 60 × 40 × 30 cm ergibt 60 + 2 × 40 + 2 × 30 = 200 cm Gurtmaß.
Die Rechnung ist die Grundlage für die Versandprüfung bei DHL, DPD und GLS. UPS und FedEx verwenden dafür meist die Bezeichnung Länge + Umfang; rechnerisch ist die Logik identisch, die Grenzwerte unterscheiden sich jedoch je Carrier.
Inhaltsverzeichnis
- Formel: So berechnen Sie das Gurtmaß
- Gurtmaßrechner: Gurtmaß online berechnen
- Was ist das Gurtmaß?
- Warum Paketdienste ein Gurtmaß festlegen
- Gurtmaß-Grenzwerte der Paketdienste (Stand Juli 2026)
- Gurtmaß je Carrier berechnen
- Was passiert, wenn das Gurtmaß überschritten wird?
- Paket richtig messen
- Gurtmaß vs. Volumengewicht
- Für Vielversender: Prozesse automatisieren und Nachberechnungen vermeiden
- FAQ
Gurtmaßrechner: Gurtmaß online berechnen
Geben Sie Länge, Breite und Höhe Ihres Pakets ein — der Rechner ermittelt das Gurtmaß und zeigt, bei welchen Paketdiensten Ihr Paket noch zulässig ist.
Gurtmaßrechner
Maße eingeben – der Rechner ermittelt das Gurtmaß und zeigt sofort, welche Paketdienste Ihr Paket noch annehmen. Die längste Seite wird automatisch erkannt.
Angaben ohne Gewähr. Carrier-Grenzwerte Stand Juli 2026 – im Zweifel die aktuellen Versandbedingungen des jeweiligen Dienstleisters prüfen.
Gurtmaß vs. Volumengewicht
Das Gurtmaß ist eine Zulässigkeitsgrenze für Außenmaße. Das Volumengewicht dient dagegen als Rechengröße für die Preisermittlung, vor allem bei Expressdiensten und in der Luftfracht.
Für DHL Express, UPS und FedEx wird das Volumengewicht in der hier relevanten Systematik aus Länge × Breite × Höhe in cm / 5000 berechnet. In der Luftfracht nach IATA wird typischerweise durch 6000 geteilt.
Abgerechnet wird jeweils das höhere von tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht. Ein Paket kann also beim Gurtmaß zulässig sein und trotzdem wegen seines Volumens teurer werden.
Für Vielversender: Prozesse automatisieren und Nachberechnungen vermeiden
Wer täglich viele Pakete versendet, sollte Maße und Gewichte direkt am Packplatz erfassen statt manuell einzutippen. Das senkt das Risiko für Tippfehler, falsche Carrier-Zuordnungen und nachträgliche Belastungen.
Besonders wirksam ist die automatische Übergabe von Länge, Breite, Höhe und Gewicht an Versandsoftware, Shop-System oder ERP. So werden Gurtmaß, Versandlabel und Carrier-Prüfung auf einer konsistenten Datengrundlage erzeugt.
Für diesen Anwendungsfall bietet die Paketwaage von PackageHERO® passende Lösungen. Einen Überblick über Systeme zur automatischen Dimensionierung finden Sie auf der Seite Volumenmessgerät.
Was passiert, wenn das Gurtmaß überschritten wird?
Wird eine zulässige Maßgrenze überschritten, kann der Carrier die Sendung als Sperrgut einstufen, eine Nachberechnung auslösen oder die Annahme beziehungsweise Weiterbeförderung verweigern. Welche Folge konkret eintritt, hängt vom Produkt und von den Regeln des jeweiligen Paketdienstes ab.
Ein typischer Praxisfall: Das Paket wird regulär eingeliefert, im Hub noch einmal nachgemessen und dort als Sperrgut oder Sonderformat erkannt. Dann erfolgt die Korrektur nicht mehr vorab beim Frankieren, sondern als nachträgliche Belastung oder mit Rückweisung der Sendung.
Gerade bei grenznahen Formaten lohnt sich deshalb sauberes Messen vor dem Versand. Wer schätzt statt misst, riskiert unnötige Zusatzkosten und verzögerte Zustellung.
Paket richtig messen
Maßgeblich ist immer das Außenmaß der fertig verpackten Sendung. Die längste Seite wird als Länge angesetzt; die beiden übrigen Abmessungen bilden Breite und Höhe.
Mitgemessen wird jede äußerste Ausdehnung: also auch überstehende Kanten, Wölbungen, Ecken, Griffe, Verschlüsse oder zusätzliche Schutzverpackung. Für den Carrier zählt nicht der Innenkarton, sondern das Format, das tatsächlich durch das Netzwerk läuft.
Bei unregelmäßigen Formen gilt das Maß des umschließenden Quaders. Wenn Sie zusätzlich das Raummaß einer Sendung erfassen möchten, finden Sie unter Paketvolumen berechnen die passende Grundlage.
Formel: So berechnen Sie das Gurtmaß
Für die Berechnung zählen immer die Außenmaße des fertig verpackten Pakets. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor: zuerst die längste Seite als Länge bestimmen, danach die beiden übrigen Kanten als Breite und Höhe zuordnen und erst dann die Werte in die Formel einsetzen.
Sind zwei Seiten gleich lang, ist die Zuordnung zwischen Breite und Höhe rechnerisch egal. Wichtig ist nur, dass wirklich die längste Kante als Länge erfasst wird. Gemessen wird erst nach dem finalen Verschließen, also inklusive Klebeband, Kantenschutz, Umreifung oder zusätzlicher Schutzverpackung.
Typische Fehler in der Praxis sind schnell gemacht:
- Innenmaße statt Außenmaße gemessen
- die längste Seite nicht als Länge angesetzt
- Ausbuchtungen, Griffe oder überstehende Kanten nicht mitgemessen
- vor dem endgültigen Verschließen gemessen, obwohl sich das Paket danach noch verändert
Wenn Sie neben der Zulässigkeit auch den Raumbedarf einer Sendung bewerten möchten, können Sie zusätzlich Paketvolumen berechnen.
Was ist das Gurtmaß?
Das Gurtmaß ist der Umfang des Paketquerschnitts plus die längste Seite. Es fasst damit die Sperrigkeit einer Sendung in einer einzigen Kennzahl zusammen und bildet mehr ab als nur einzelne Kantenlängen.
Der Begriff stammt aus der anschaulichen Vorstellung, einen Gurt einmal um das Paket zu legen und anschließend die längste Seite hinzuzurechnen. Genau darin liegt auch die Abgrenzung: Das Gurtmaß weicht von reinen Kantenmaßen ab und ist für die Carrier-Zulässigkeit oft die entscheidendere Größe.
Entscheidend ist die Abgrenzung: Ein Paket kann bei Länge, Breite und Höhe jeweils unauffällig wirken und trotzdem wegen seiner Gesamtgeometrie nicht mehr in das gewählte Versandprodukt passen.
Warum Paketdienste ein Gurtmaß festlegen
Paketdienste arbeiten mit standardisierten Abläufen in Sortieranlagen, auf Laufbändern und bei der Fahrzeugbeladung. Das Gurtmaß dient dabei dazu, die Sperrigkeit einer Sendung so zu bewerten, dass sich automatische Förderung, manuelles Handling und verfügbare Frachträume zuverlässig planen lassen.
Sehr sperrige Pakete verursachen überproportionalen Aufwand. Sie brauchen mehr Platz im Netzwerk, lassen sich schlechter automatisch fördern und müssen häufiger manuell bewegt oder separat behandelt werden.
Hinzu kommt die Frachtraumauslastung: Große Sendungen blockieren Ladevolumen, auch wenn sie wenig wiegen. Das Gurtmaß ist deshalb vor allem eine operative Grenze für Handling, Sortierfähigkeit und Transportkosten.
Gurtmaß-Grenzwerte der Paketdienste (Stand Juli 2026)
Die folgende Übersicht bündelt die maßgeblichen Grenzwerte der wichtigsten Carrier. Alle Angaben basieren auf verifizierten Originalquellen der Paketdienste, redaktioneller Stand 07/2026.
- Carrier: DHL Paket
Maßlogik: Gurtmaß
Prüfpfad 1 – Standard: max. 120 × 60 × 60 cm, Gurtmaß 300 cm
Prüfpfad 2 – mit 31,5-kg-Marke: Gurtmaß bis 360 cm
Prüfpfad 3 – Sperrgut: bis Länge 200 cm / Gurtmaß 360 cm
Max. Gewicht: 31,5 kg, international 30 kg
Sonderregel / Zuschlag: Sperrgut-Zuschlag 28,99 €
Geltungsbereich / Hinweis: Standard, 31,5-kg-Marke und Sperrgut immer getrennt prüfen - Carrier: DPD
Maßlogik: Gurtmaß
Max. Gurtmaß / Länge + Umfang: 300 cm
Max. Länge: 175 cm
Weitere Kantenlimits: keine zusätzliche feste Breiten-/Höhenangabe in der Vorgabe
Max. Gewicht: 31,5 kg, im Shop 20 kg
Sonderregel / Zuschlag: produkt- und annahmeabhängig
Geltungsbereich / Hinweis: Shop-Grenze beim Gewicht niedriger als im regulären Versand - Carrier: GLS
Maßlogik: Gurtmaß
Max. Gurtmaß / Länge + Umfang: 300 cm
Max. Länge: 200 cm
Weitere Kantenlimits: Breite 80 cm, Höhe 60 cm
Max. Gewicht: 40 kg
Sonderregel / Zuschlag: zusätzlich feste Kantenobergrenzen
Geltungsbereich / Hinweis: Gurtmaß allein reicht für die Prüfung nicht aus - Carrier: Hermes
Maßlogik: kein Gurtmaß
Max. Gurtmaß / Länge + Umfang: entfällt
Max. Länge: nach Größenklasse bewertet
Weitere Kantenlimits: Größenklassen nach längster + kürzester Seite: 37 / 50 / 80 / 120 / 150 / 200 cm
Max. Gewicht: 25 kg im Shop, 31,5 kg bei Abholung
Sonderregel / Zuschlag: Einstufung erfolgt über Größenklasse statt Gurtmaß
Geltungsbereich / Hinweis: Messprinzip weicht von DHL, DPD und GLS ab - Carrier: UPS
Maßlogik: Länge + Umfang
Max. Gurtmaß / Länge + Umfang: 400 cm
Max. Länge: 274 cm
Weitere Kantenlimits: eigene Benennung statt deutschem Begriff Gurtmaß
Max. Gewicht: 70 kg
Sonderregel / Zuschlag: über 300 cm gilt Großes Paket mit Mindestberechnung 40 kg
Geltungsbereich / Hinweis: rechnerisch gleiche Logik wie beim Gurtmaß - Carrier: FedEx
Maßlogik: Länge + Umfang
Max. Gurtmaß / Länge + Umfang: 330 cm
Max. Länge: 274 cm
Weitere Kantenlimits: eigene Benennung statt deutschem Begriff Gurtmaß
Max. Gewicht: 68 kg
Sonderregel / Zuschlag: produktabhängig zu prüfen
Geltungsbereich / Hinweis: ebenfalls Länge + Umfang statt deutschem Begriff Gurtmaß
Praxisablauf für die Versandprüfung: 1. Außenmaße messen, 2. Gurtmaß berechnen, 3. Länge, weitere Kanten und Gewicht je Carrier prüfen, 4. Zuschläge oder Sonderkategorien kontrollieren.
Gurtmaß je Carrier berechnen
Gurtmaß DHL berechnen: Bei DHL zählt nach der Rechnung vor allem die richtige Einordnung in Standard, 31,5-kg-Marke oder Sperrgut. Beispiel: 100 × 35 × 25 cm ergeben 220 cm und sind damit maßlich klar im unkritischen Bereich; anschließend wird gegen den passenden DHL-Prüfpfad abgeglichen.
Gurtmaß DPD berechnen: Bei DPD ist in der Praxis vor allem die zusätzliche Längenprüfung wichtig, denn zur Obergrenze von 300 cm Gurtmaß kommt die maximale Länge von 175 cm hinzu. Beispiel: 150 × 30 × 20 cm ergeben 250 cm; das Paket bleibt nicht nur beim Gurtmaß, sondern auch bei der längsten Seite im zulässigen Rahmen.
Gurtmaß GLS berechnen: Bei GLS reicht der reine Rechenwert nicht aus, weil das Paket zusätzlich innerhalb von 40 kg sowie der Kantenmaße 200 × 80 × 60 cm bleiben muss. Beispiel: 130 × 40 × 30 cm ergeben 270 cm; danach werden die drei Außenmaße noch gegen die GLS-Kantenvorgaben geprüft.
Gurtmaß Hermes berechnen: Hermes ist der Sonderfall, weil hier kein Gurtmaß verwendet wird. Beispiel: Ein Paket mit 80 × 40 × 30 cm wird nicht über eine Gurtmaßformel bewertet, sondern über 80 + 30 = 110 cm aus längster und kürzester Seite einer Größenklasse zugeordnet.
Gurtmaß UPS berechnen: UPS spricht von Länge + Umfang; für die Versandentscheidung ist zusätzlich relevant, ob die Sendung schon als Großes Paket gilt. Beispiel: 190 × 35 × 30 cm ergeben 320 cm und bleiben grundsätzlich zulässig, fallen aber bereits in diese Sonderkategorie.
Gurtmaß FedEx berechnen: Auch FedEx verwendet die Bezeichnung Länge + Umfang. Beispiel: 140 × 40 × 25 cm ergeben 270 cm und liegen damit innerhalb der maßlichen Obergrenze.
FAQ
Wie misst man ein Paket für das Gurtmaß korrekt aus?
Für korrektes Ausmessen stellen oder legen Sie das fertig verpackte Paket so hin, dass Sie alle drei Außenmaße sauber erfassen können. Gemessen wird immer am versandfertigen Stück, nicht am Produkt im Inneren. Nutzen Sie Maßband oder Zollstock und messen Sie jede Seite an ihrer größten Ausdehnung. Wichtig ist vor allem sauberes, gerades Anlegen des Messwerkzeugs, damit keine Kanten „abgekürzt“ werden. Bei weichen Verpackungen oder ungleichmäßig gefüllten Kartons sollten Sie die Stelle wählen, an der das Paket am breitesten oder höchsten ist. Notieren Sie die drei Maße direkt, damit bei der anschließenden Gurtmaß-Berechnung nichts vertauscht wird.
Warum verlangen Paketdienste eine maximale Gurtmaß-Grenze?
Paketdienste setzen maximale Gurtmaß-Grenzen, weil Pakete in Förderanlagen, Sortieranlagen, Rollcontainer und Zustellfahrzeuge passen müssen. Zu große Sendungen verursachen Störungen auf Förderbändern, können hängen bleiben oder beschädigt werden und lassen sich oft nicht mehr automatisiert bearbeiten. Dann steigen Aufwand, Kosten und Risiko deutlich. Die Grenze dient also nicht nur der Preisabstufung, sondern vor allem der sicheren, planbaren Logistik. Sie hilft außerdem, Ladeflächen und Touren besser zu kalkulieren. Wird die Grenze überschritten, wird das Paket je nach Anbieter als Sperrgut, Großpaket oder unzulässige Sendung behandelt – oft mit Zuschlag, manueller Bearbeitung oder Ablehnung.
Was ist das Gurtmaß einfach erklärt?
Das Gurtmaß ist ein einfaches Maß dafür, wie „groß“ ein Paket insgesamt wirkt – nicht nur nach seiner längsten Seite, sondern auch nach seinem Umfang. Paketdienste nutzen es, um zu prüfen, ob eine Sendung noch als normales Paket gilt oder zu sperrig ist. Vereinfacht gesagt kombiniert das Gurtmaß also Länge und „Dicke“ eines Pakets zu einem Wert. So lässt sich ein langes, flaches Paket anders bewerten als ein kurzer, aber sehr voluminöser Karton. Wichtig: Das Gurtmaß ist nicht dasselbe wie Gewicht oder Volumengewicht, sondern eine eigene Größenangabe für die Versandprüfung.
Wie berechne ich das Gurtmaß bei einem Karton mit 60 × 40 × 30 cm?
Bei einem Karton mit 60 × 40 × 30 cm ergibt sich ein Gurtmaß von 200 cm. Rechnen Sie die längste Seite plus den doppelten Querschnitt der beiden anderen Seiten: 60 + 2 × (40 + 30). Das sind 60 + 140 und damit 200 cm. Dieses Beispiel zeigt gut, wie aus drei Kantenmaßen ein einzelner Vergleichswert für den Versand wird. Gerade bei Standardkartons lässt sich das schnell im Kopf oder mit dem Taschenrechner prüfen. So sehen Sie sofort, ob die Sendung in einen Tarif mit Maßgrenze passt oder eher in eine größere Versandkategorie fällt.
Was zählt beim Gurtmaß als Länge, Breite und Höhe?
Als **Länge** zählt beim Gurtmaß immer die **längste Seite** des Pakets. Die beiden anderen Seiten sind **Breite** und **Höhe** – ihre Reihenfolge ist meist egal, wichtig ist nur: Es sind die **zwei kürzeren Maße**. Bei einem Karton mit 80 × 50 × 40 cm ist also 80 cm die Länge, 50 cm und 40 cm sind Breite und Höhe. Gemessen wird immer an den **äußersten Punkten der Versandverpackung**, also inklusive Wölbungen oder vorspringender Stellen. Liegt das Paket anders herum, ändern sich die Bezeichnungen nicht nach der Lage, sondern nach der **tatsächlichen Seitenlänge**.
Wie lautet die Formel für das Gurtmaß?
Die Formel lautet kurz: Gurtmaß = Länge + Umfang. Mit „Umfang“ ist der Querschnitt des Pakets gemeint, also das, was einmal um die beiden kürzeren Seiten herumläuft. In ausgeschriebener Form ergibt sich daraus: Gurtmaß = Länge + 2 × Breite + 2 × Höhe. Die Formel dient dazu, die Gesamtgröße einer Sendung in einem einzigen Wert zusammenzufassen. So kann man Pakete unterschiedlicher Form besser vergleichen. Beispiel: Bei 80 × 30 × 20 cm beträgt das Gurtmaß 180 cm. Die Rechnung ist also ein praktisches Prüfmaß für Versandgrenzen.
Wie berechnet man das Gurtmaß eines Pakets richtig?
Das Gurtmaß berechnen Sie mit der Grundregel: längste Seite plus zweimal die Summe der beiden anderen Seiten. Praktisch heißt das: Bestimmen Sie zuerst die längste Paketseite als Länge. Die beiden kürzeren Maße sind Breite und Höhe. Dann rechnen Sie: **Gurtmaß = Länge + 2 × (Breite + Höhe)**. Wichtig ist, immer die Außenmaße des fertig verpackten Pakets zu verwenden. Beispiel: Hat ein Paket 60 × 40 × 30 cm, ist die Länge 60 cm. Rechnung: 60 + 2 × (40 + 30) = 60 + 140 = **200 cm Gurtmaß**. So prüfen Sie, ob ein Paket die Maßgrenzen eines Versanddienstes einhält.
Wie kann man vor dem Versand prüfen, bei welchem Paketdienst ein Paket mit seinem Gurtmaß noch zulässig ist?
Am besten prüfen Sie die Zulässigkeit vor dem Versand systematisch. Messen Sie zuerst das komplett verpackte Paket aus und berechnen Sie daraus den relevanten Größenwert. Vergleichen Sie dann nicht nur diesen Wert, sondern auch weitere Vorgaben des gewünschten Paketdienstes, etwa zur maximalen Einzelkante, zum Gewicht oder zu Sonderformen. So lässt sich beurteilen, ob die Sendung als normales Paket läuft oder in eine besondere Kategorie fällt. Sinnvoll ist außerdem, mehrere Anbieter nebeneinander zu prüfen, weil die Maßsysteme unterschiedlich sein können. Wer vor der Buchung genau vergleicht, vermeidet Nachzahlungen, Verzögerungen und unnötige Rücksendungen.
Ab wann gilt ein Paket als Sperrgut oder Großpaket?
Ein Paket gilt als Sperrgut oder Großpaket, wenn es nicht mehr in die normalen Standardvorgaben eines Paketdienstes passt oder wegen Form und Handhabung nicht regulär verarbeitet werden kann. Das kann an der Größe liegen, aber auch an der Bauart der Sendung. Typisch sind etwa Rollenform, nicht quaderförmige Verpackung, starre oder unhandliche Stücke oder außen angebrachte Teile. Wichtig ist außerdem: „Großpaket“ und „Sperrgut“ bedeuten nicht bei allen Anbietern dasselbe. Die Einstufung hängt immer von den Produktregeln des jeweiligen Carriers ab. Deshalb sollten Sie vor dem Versand genau prüfen, welche Sonderkategorie Ihr Paket auslöst und welche Kosten oder Einschränkungen damit verbunden sind.
Was passiert, wenn das zulässige Gurtmaß überschritten wird?
Wird das zulässige Gurtmaß überschritten, hat das meist direkte Folgen für Annahme, Preis oder Laufzeit der Sendung. Je nach Anbieter kann das Paket in eine andere Versandkategorie fallen, einen Zuschlag auslösen oder gar nicht als normales Paket akzeptiert werden. Oft zeigt sich das schon bei der Buchung oder Einlieferung, manchmal aber erst nach einer Nachmessung im Paketzentrum. Für Absender ist vor allem wichtig, dass die Sendung dann nicht mehr zu den ursprünglich kalkulierten Bedingungen läuft. Um Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie Maßgrenzen vorab prüfen und bei knappen Werten lieber den passenden Spezial- oder Großformat-Tarif wählen.
Warum verwendet Hermes kein klassisches Gurtmaß?
Hermes verwendet kein klassisches Gurtmaß, weil das Unternehmen Pakete im Privatkundengeschäft vor allem nach festen Paketklassen und maximalen Kantenmaßen einordnet – nicht nach der bei anderen Carriern üblichen Kombination aus Länge plus Umfang. Für Kunden ist das oft einfacher: Entscheidend ist, ob das Paket in die jeweilige Größenklasse passt und die zulässigen Außenmaße einhält. Das reduziert Rechenaufwand und macht die Buchung leichter verständlich. Praktisch heißt das: Bei Hermes prüfst du in der Regel die längste und weiteren maximalen Seitenmaße statt eines separaten Gurtmaß-Werts. Maßgeblich sind immer die aktuell zum Versandzeitpunkt gültigen Hermes-Produktregeln.
Wie berechnet man das Gurtmaß für FedEx?
Bei FedEx dient das Gurtmaß dazu, die gesamte Außenabmessung einer Sendung in einem Wert zu bewerten. Berechnet wird es aus der längsten Seite und dem Querschnitt der beiden übrigen Seiten. So lässt sich schnell prüfen, ob ein Paket noch innerhalb der zulässigen Größen liegt oder als übergroß eingestuft werden kann. Praktisch sollten Sie bei FedEx besonders sorgfältig messen, weil nicht nur die Kartonmaße, sondern die komplette verpackte Sendung zählt. Das ist vor allem bei empfindlich verpackten oder zusätzlich gepolsterten Paketen wichtig. Die konkreten Maß- und Zuschlagsregeln sollten Sie immer aktuell direkt bei FedEx prüfen.
Wie berechnet man das Gurtmaß für UPS?
Für UPS berechnen Sie das Gurtmaß nach demselben Grundprinzip wie bei anderen Carriern: die längste Seite der Sendung plus den Umfang des Querschnitts. Praktisch bedeutet das, dass Sie zuerst die längste Kante des Pakets bestimmen und anschließend die beiden übrigen Seiten in die Berechnung einbeziehen. UPS nutzt diesen Wert, um die Zulässigkeit einer Sendung innerhalb seiner Maßgrenzen zu prüfen. Für Versender ist das vor allem beim Buchen wichtig, weil nicht nur Gewicht, sondern auch die kombinierte Paketgröße relevant sein kann. Messen Sie deshalb das versandfertige Paket vollständig aus und gleichen Sie den Wert mit den aktuellen UPS-Grenzen ab.
Wie berechnet man das Gurtmaß bei unregelmäßig geformten Paketen?
Bei unregelmäßig geformten Paketen gehen Sie von der größten äußeren Form aus. Statt jede Rundung einzeln zu bewerten, ermitteln Sie drei Maximalmaße: die größte Länge, die größte Breite und die größte Höhe. Das Paket wird also so behandelt, als läge es in einem passenden rechteckigen Umriss. Mit diesen drei Werten lässt sich das Gurtmaß anschließend normal berechnen. Wichtig ist besonders bei asymmetrischen Sendungen, nicht an schmaleren Stellen zu messen, sondern an den jeweils weitesten Punkten. Das ist sinnvoll, weil gerade unregelmäßige Pakete sonst leicht zu klein angegeben werden und später beim Transport als übermaßig auffallen können.
Zählen überstehende Kanten, Wölbungen oder Griffe beim Gurtmaß mit?
Ja, alles, was nach außen über die normale Paketform hinausragt, zählt beim Gurtmaß mit. Entscheidend ist also nicht die gedachte Kartongröße, sondern die tatsächliche Außenkontur der Sendung im Versandzustand. Dazu können zum Beispiel ausgebeulte Stellen, hervorstehende Ecken, auftragende Polsterung, Folie oder angesetzte Bauteile gehören. Der Grund ist einfach: Für Sortierung und Transport ist die reale Größe maßgeblich. Nicht mitzählen würden nur Vertiefungen oder innenliegende Elemente, die das Außenmaß nicht vergrößern. Wenn Sie unsicher sind, orientieren Sie sich immer am größten messbaren Maß in jeder Richtung.